Bleialfer Verzellchen
Firr de Pap, firr de Mam on hirr Konner
Ausgabe 28/2025
Plattschwätzer
Rückblicke
mirr  Frauen
Bahnidylle
Feuer und Erde
Nach 25 Auflagen geht der Bleialfer Volkslauf in den Ruhestand. Seit der Premiere im Jahr 1999 haben über 6 000 Starter die landschaftlich reizvollen Strecken der Eifel/Ardennen gemeistert. Beim Jubiläumslauf im September gingen nochmals 313 Aktive an den Start und setzten damit den Schlusspunkt einer 25-maligen Ära. Mehr dazu auf Seite 8


              Fronleichnamsprozession mit neuer Route
Wegen der aktuellen Bauarbeiten in der Poststraße verlief die diesjährige Fronleichnamsprozession auf geänderter Strecke. Nach der Eucharistiefeier zog die Gemeinde, begleitet vom Kirchenchor, dem Alftal-Blasorchester und dem Bergmannsverein als Himmelsträger, über die Prümer Straße zum ersten Altar im Brühl/Wutschert. Weitere Stationen waren die Realschule+ sowie die Kita, wo neben dem Hauptaltar auch ein liebevoll gestalteter Altar von den Kindergartenkindern selbst dekoriert worden war. Den feierlichen Abschluss bildete der Hauptaltar an der Pfarrkirche. (Red. Marga Berkels, Fotos Edith Baur)
              Motorsportclub „Schneifel“ feierte Oldtimer-Jubiläum
Seit seiner Gründung im Jahr 1988 bereichert der Motorsportclub „Schneifel“ Bleialf e. V. das Vereinsleben der Region mit Leidenschaft für Motoren und Gemeinschaft. Unter der Leitung von Vorsitzendem Marcus Müller zählt der Club heute 65 Mitglieder. Zu den festen Programmpunkten gehören die beliebte Jux-Rallye am Ostermontag sowie das Oldtimertreffen auf dem Bleialfer Marktplatz, das traditionell am letzten Sonntag im August stattfindet. Was 2013 mit nur 20 Fahrzeugen begann, entwickelte sich über die Jahre zum Publikumsmagnet: 2024 rollten bereits 220 historische Fahrzeuge an. Ein besonderes Highlight erwartete die Besucher in diesem Jahr – der älteste präsentierte Oldtimer feiert stolze 90 Jahre und wird damit zum Symbol für die gelebte Automobilgeschichte des Clubs. (Red. Marga Berkels, Fotos Marcus Müller u. Edith Baur)
Ein Opel P4 aus dem Jahre 1935


             „Mirr Frauen“ St. Marien Bleialf
Gelungene Erstveranstaltung Unter dem Motto "Türkisch Kochen für einen guten Zweck" luden Hasibe Celik und ihre Tochter Arzu von der neuen "Mirr Frauen-Gruppe St. Marien Bleialf" ein. Zahlreiche Teilnehmerinnen waren mit Neugier und Begeisterung dabei. Hasibe Celik zeigte, wie man "Karniyarik", köstlich gefüllte Auberginen mit Rinderhackfleisch, zubereitet. Als Beilage gab es türkischen Rundreis mit kleinen Nudeln und einem Joghurt-Dip. Als süße Verführung gab es "Elmali", Apfeltaschen gefüllt mit Walnüssen und Zimt. Auch die appetitanregenden Gewürze und Düfte der Speisen ließen die Veranstaltung zu einem gelungenen kulinarischen Erlebnis werden.
Über den Erlös konnte sich Stefanie Dahmen für den diesjährigen „Lesesommer“ freuen. Hier im Bild mit den Organisatorinnen Christina Schneider-Buchholz, Martina Holler sowie Hasibe Celik bei der Übergabe.
Am 24. Juni 2025 lud die neu gegründete Gruppe „Mirr Frauen“ St. Marien Bleialf (ehemals kfd) zu ihrem zweiten Programmpunkt ein: einem geselligen Spielenachmittag. In entspannter Atmosphäre wurde gemeinsam gelacht, gespielt und neue Kontakte geknüpft. Hier ein paar Eindrücke von diesem schönen Nachmittag.


            Eisenbahnidylle  von Vera Aigner                                                              
Er heißt zwar noch Bahnhof, man müsste ihn besser Radhof nennen, weil die meisten die Bahnstrecken nicht mehr kennen. 1949 kam nach der Zerstörung durch den Krieg, die Bahnstrecke wieder in Betrieb. Man musste nicht mehr ein Fahrrad leihen oder zu Fuß nach Prüm, nein, man fuhr bequem mit dem Zug dahin. Sogar Ministerpräsident Altmaier aus Mainz ließ es sich nicht nehmen und war bei der Einweihungsfeier zugegen. Der Schulchor wurde aufgestellt und sang unter dem Dirigat von Lehrer Mählert  »Wohlauf in Gottes schöne Welt«. Die  Wirtschaftswunderzeit begann, viele kamen zu Geld und schafften sich ein Auto an. Auch Frauen machten den Führerschein, um Zeit zu sparen und unabhängig zu sein. Der Weg zum Bahnhof war weit und beschwerlich, mit dem Koffer, dem vollen, damals gab es noch keinen mit Rollen. So war der Personenverkehr 1965 nicht mehr praktikabel und für die Bahn nicht mehr rentabel. Der Güterverkehr trudelte bis 1987 noch ein, später nur noch bis Prüm und dann bis Gerolstein. Auf der Strecke herrschte nun wieder Stille, es gab sie nicht mehr, die Eisenbahnidylle. Radfahren wurde wieder in und da machte es doch Sinn, die Trasse für Freizeitaktivitäten zu aktivieren und einen Radweg zu konzipieren. Die Idee auch hier Anklang fand, wie sonst schon überall im Land. Wenig Gefälle auf der ganzen Spur, dazu in herrlicher Natur. 2007 war es dann so weit, der Radweg wurde eingeweiht. Doch nicht nur Radler kann man sehen, die Strecke lädt ein zum skaten, walken oder spazieren gehen. Die Gastronomie profitiert und freut sich sehr, hat sie doch außer im Winter etliche Gäste mehr. Jetzt radeln fröhlich alle, die es können, vom Islek bis in die Ardennen. Wer unterwegs einmal rasten muss, dem empfehle ich hinterm Tunnel die Hütte zum Heiligen Urbanus. Nur Fußgänger haben es manchmal weit, bis zur nächsten Sitzgelegenheit. Was für Radler kein Problem ist für Läufer unbequem. Um die Natur zu genießen und öfter eine Pause einzulegen, kämen einige Bänke mehr, sehr gelegen. Schon einige Metallstühle entlang der Trasse, würden genügen, das wäre klasse. Leider ist bislang in Prüm die Herrlichkeit zu Ende und du sagst dir »bitte wenden«. Trotz Verhandlungen und Querelen man sagen muss, es fehlt noch immer der Lücken Anschluss. Zwischen Gerolstein und Prüm, den in Angriff zu nehmen, macht doch Sinn. Vill Jedold as deck heij niejdisch, On der Eefel douert manches ijwisch Doch am Änn jet absolut -- vielleicht doch noch alles jut!
                                Plattschwätzers  Kurzgespräche                                                                                                                                   
Jäp rieft: „Lissjen, komm es flott rawen, hej sen ättlich Spowetten om Schlefjen!“ Lissjen: „Jo, ech sen noch owenop. Ech kun e lo jeng, muss mich noch tieren firr de Besuch“
Jirjen: „Tommel dich, et lout alt zu Hoof, mirr mussen on'd Mass john“ Bäbchen: „Ech sen noch verladen, jank alt firr“ Jirjen: „Du bass en aalen Tosterneckel“
Mäerte: „Bass du reet, tommel dich, soss ku mirr zu spät“ Engel: „Ech mache mech noch nonee, jank alt firr, äwwer pass op, die Trapp ass fei, net dat du noch de Bunzelbock schleeß.“ Mäerte: „ Ech hollen de Stäf mat, dat ass secherer.“
tieren – herrichten Spowetten – Spinnweben verladen – beschäftigt tommelen – beeilen Schlefjen - Zwischenraum Bunzelbock – Purzelbaum Tosterneckel – jemand der nicht rechtzeitig fertig wird
Kurzübersetzungen
(Vielen  Dank an Vera Aigner)


Michel Lorse erzählt                                                        
                                            Plauderspaziergang im August           
Michel Lorse erzählt aus seiner Jugend in Bleialf „Alles in Bleialf“ – so lautet bis heute der Slogan der örtlichen Geschäftsleute. Doch was gab es eigentlich früher alles in Bleialf? Da war zum Beispiel Schuster Pitter, mit bürgerlichem Namen Peter Probst, wohnhaft in der Auwer Straße – heute das Haus der Familie Staus. Auch Schuster Schmitz, mit Werkstatt und Geschäft in der Bahnhofstraße, wo heute die Provinzial-Versicherung ist. Im Zuge dieser Erinnerungen kam auch der Uhrmacher Karl Lorse ins Gespräch. Er wohnte einst oberhalb von „Felscheste Fritz“ (Familie März) in der Auwer Straße, bevor er mit seiner Familie nach Prüm zog. Sein Name und sein Uhrengeschäft in der Pfannstraße sind dort bis heute bekannt. Michel Lorse berichtet, dass er zwölf Jahre alt war, als sein Vater nach sechsjähriger Kriegsgefangenschaft endlich heimkehrte. Dieser war ein Altmeister im Uhrmacherhandwerk und entschied sich, gemeinsam mit seiner Frau Anna und der ganzen Familie, das Geschäft in Prüm weiterzuführen. Herr Lorse zeigt mir ein altes Foto, auf dem das Haus in Bleialf zu sehen ist – ein Stück Heimatgeschichte. Heute ist Herr Lorse 89 Jahre alt und erinnert sich noch an alles. Am Ende unseres Gesprächs waren wir uns einig: „Alles Gute kommt aus Bleialf!“ Mit diesem augenzwinkernden Satz verabschiedeten wir uns. Herzlichen Dank an Herrn Lorse für das bewegende Interview. (Redaktionsmitglied Edith Baur)
Gemeinsam unterwegs Das Angebot des Plauderspaziergangs lebt vom Engagement ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer. Nur durch ihre tatkräftige Unterstützung in Planung, Vorbereitung und Durchführung kann dieses besondere Angebot stattfinden. Ziel ist es, Menschen aus ihrem Alltag herauszuholen, zur Teilnahme zu ermutigen und insbesondere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern eine Freude zu bereiten. Ob gemütliches Spazierengehen, gemeinsames Kaffeetrinken, kleine Ausflüge oder andere Aktivitäten – im Mittelpunkt steht das Miteinander. Wichtig ist nicht, allein zu sein, sondern sich gemeinsam auf den Weg zu machen und das Gespräch in der Gruppe zu pflegen. Dieses Angebot wird bereits von vielen mit großer Freude angenommen.
Ein besonderes Erlebnis war der gemeinsame Besuch des Besucherbergwerks in Bleialf. Dank unseres Stollenführers Ernst Gilles und dem Wissen des ältesten Teilnehmers, der als Zeitzeuge Spannendes aus eigener Erfahrung berichten konnte, wurde die Führung zu einem eindrucksvollen Moment für alle Beteiligten. Wer Zeit und Lust hat, das Angebot der Gemeindeschwester plus ehrenamtlich zu unterstützen, ist herzlich eingeladen, sich zu melden bei: Renate Humble oder Edith Baur, Zentralbüro Prüm,  Telefon: 06551 / 148 9555
Ihre Stimme für unseren Stollen – Mitmachen im Besucherbergwerk Bleialf Der Bergmannsverein Bleialf sucht engagierte Menschen, die Freude daran haben, unsere Bergbaugeschichte lebendig zu halten. Als Stollenführer*in begleiten Sie Besucher durch unseren Bergwerkstollen. Auch neu Zugezogene mit Interesse an regionaler Geschichte sind herzlich willkommen, sich unverbindlich zu informieren und einzubringen. Es wäre sehr schade, wenn die jahrzehntelange Ehrenamtsarbeit unseres Bergmannsvereins und Bautrupps mit der Schließung dieser wertvollen Einrichtung enden müsste. Helfen Sie mit, dass unsere Geschichte weiterlebt. Wir freuen uns auf Sie! Kontakt: Bergmannsverein Bleialf Vorsitzender: Martin Lenz Mobil: 0160 1009749 Für die Redaktion: Edith Baur, Mitglied im Bergmannsverein Bleialf


        Erfolgreicher VORLESE – und LESESommer in Bleialf
Geschichten hören, selbst schmökern, basteln und gemeinsam Spaß haben; Der Vorlese- und Lesesommer 2025 der Pfarr- und Gemeindebücherei Bleialf war ein voller Erfolg.  Vom 23. Juni bis 24. August beteiligten sich insgesamt 106 Kinder an der Aktion. Darunter waren  35 Vorschulkinder im Alter von vier bis sechs Jahren, die beim Vorlesesommer mindestens drei Bücher hörten, sowie 71 Schulkinder, die im Lesesommer selbst zum Buch griffen.  Die Bilanz kann sich sehen lassen:  209 Bücher wurden vorgelesen, 406 Bücher eigenständig gelesen.  Doch nicht nur Bücher spielten eine Rolle. Mit Begeisterung bastelten die Kinder Monsterlesezeichen, Windlichter, kleine Monster und Blumenuntersetzer. Für zuhause gab es zusätzlich Bastelsets für Schmetterlinge und Blumenfeen. 
Den Abschluss bildeten zwei Veranstaltungen am 12. und 19. September. Hier erhielten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Urkunden und kleine Geschenke – als Anerkennung für ihren Einsatz und ihre Freude am Lesen. Wir danken für die großartige Unterstützung (Geld, Rat, Hilfe), ohne diese, so eine Aktion nicht durchführbar ist. --- Vielen Dank. Wir freuen uns aufs nächste Jahr – Lesesommer 2026! Das Büchereiteam der Pfarr- und Gemeindebücherei Bleialf


                Feuer und Erde am Bachpfad
Feuer und Erde ist sichtbar und begreifbar vor Buchet, wo sich der alte Wanderpfad „Bähnchen“ mit dem „Bachpfad“ trifft. Das imposante Bauwerk „Kohlenmeiler“ ist jetzt durch Mitglieder der Ortsgruppe Bleialf des Eifelvereins fertiggestellt und ein lohnender Anlaufpunkt auf diesen Wanderwegen. Als Querschnitt durch einen Kohlenmeiler aufgebaut, zeigt das Exponat, wie Buchenholzscheite aufgestellt und mit Erde abgedeckt zu Holzkohle verkohlt wurden. Schilder und eine Drehtafel informieren ebenfalls über „Feuer und Erde.“
„Dort war früher einmal ein Köhlerplatz“, wussten alte Bucheter zu erzählen, die früher an dieser Stelle noch schwarze Erde schaufelten um damit Gräber auf dem Friedhof abzudecken.  Der Eifelverein baute deshalb dort einen Anschauungsmeiler, nachdem er in den neunziger Jahren die Betreuung des damaligen Waldlehrpfades von der Ortsgemeinde Buchet übernommen hatte. Sein Vorsitzender Peter Berens hatte die Idee dazu. Der 2010 fertiggestellte Meiler war aber in den letzten Jahren zunehmend baufällig geworden und musste immer wieder aufwendig repariert werden. Deshalb hat ihn der Eifelverein jetzt durch einen neuen ersetzt, was ein besonderes Anliegen der Vorstandsmitglieder Bruno Begon und Günter Hoffmann war. Sie waren es auch, die nun mit Unterstützung weiterer Vereinsmitglieder nach etwa 150 geleisteten ehrenamtlichen
Arbeitsstunden Fertigstellung melden und ihre Baustelle auf dem kleinen Plateau am sonst steilen Hang im Wald zum Alfbach hin räumen konnten.
„An manchen Tagen hat die Arbeit wirklich einen Besuch im Fitnesscenter ersetzt“, resümieren beide. Sie denken dabei an den Beginn im Februar, als sie auf Vermittlung von Förster Erwin Wiesen in einem Eichenwald gespendete Baumstämme schlagen durften und zum Abtransport an den Waldrand schleppten. Alles Handarbeit. Auch später das Aufspalten der langen Stämme und der Aufbau auf dem einstigen Köhlerplatz. Damit die Erdaufschüttung vom Anschauungsmeiler nicht abrutscht, wurde aus den Eichenstämmen ein Traggerüst mit etlichen Querhölzern errichtet. Die Ortsgemeinde Buchet half dabei, einen Erdhaufen von einem Privatgrundstück in Bleialf zu transportieren und mit dem Bagger auf den Meiler zu schaufeln.
Auf dem viel bewanderten Premiumweg „Bachpfad“ ist der Köhlerplatz ein besonderes Glanzstück. Ebenfalls für den Natur-Erlebnispfad „Bähnchen“, um dessen Neugestaltung sich der Eifelverein als sein nächstes Projekt kümmern wird. Er leistet damit und mit zahlreichen weiteren Initiativen wertvolle Beiträge für unsere touristische Infrastruktur. Bänke werden im Winter gezimmert und dann aufgestellt, 50 Kilometer Wanderwege werden ganzjährig bei Arbeitseinsätzen beschildert und gepflegt, viele Wanderungen für Einheimische und Gäste organisiert. Danke Eifelverein! Kompliment. Das Projekt hatte Förderer, die die Sachkosten decken: Eifelverein, EBV, Schneider-Buchholz, Ortsgemeinde Buchet.
Die meist stehend aufgeschichteten Holzscheite wurden mit Tannenästen und Laub abgedeckt und der Holzhaufen mit Erde luftdicht verschlossen. Der Köhler hatte den entzündeten Meiler wochenlang Tag und Nacht zu bewachen. Je nach Rauchfarbe öffnete und verschloss er Zuglöcher, das Holz durfte weder erlöschen noch verbrennen. Holzkohle wurde in Eisenhütten verwendet, kleine Meiler in den Regionen belieferten meist die Schmieden in den Dörfern, für ihre Schmiedefeuer entwickelte Holzkohle die beste Hitze.
Text und Fotos: Willi Leinen


Nur solange der Vorrat reicht
Unser Verzellchen ist mittlerweile auch unter Sammlern heiß begehrt. So wird immer wieder nach älteren Ausgaben gefragt. Diese sind in begrenzter Anzahl in der Bäckerei Dahmen (solange Vorrat reicht) für eine Schutzgebühr von 50Cent erhältlich! Wir danken der Bäckerei Dahmen, in der Jeeßjass (Poststraße) für ihre tatkräftige Unterstützung! 
 Bericht zum 25. Bleialfer Tunnellauf und 14. Eifel-Ardennen-Halbmarathon am 6. September 2025
unter uns
Euer Verzellchenteam:Cathrin Altendorf, Ernst Gilles, Walter Hack, Edith Baur, Marga Berkels; Herausgeber: Ortsgemeinde Bleialf, verantwortliche Redakteurin: Marga Berkels; Haftungshinweis: Trotz sorgfältiger, inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für Druckfehler oder Falschinformation. Für die Inhalte externer Beitrage sind ausschließlich die Autoren verantwortlich. Unsere Kontaktdaten: E-Mail: red-verzellchen@web.de oder: Tel. 4916092480439
Der 6. September 2025 mit dem 25. Bleialfer Tunnellauf und dem 14. Eifel-Ardennen-Halbmarathon war ein besonderes Datum für den Lauftreff Bleialf. Getragen vom überwältigenden Zuspruch der Läufer/Walking-Sportler, begünstigt durch das herrliche Wetter gelang uns ein fehlerloser Volkslauf, also fast: zwei/drei Quengler hat Kathy mit Langmut und einem Honiglächeln zufriedenstellen können. Der Aufbau verlief trotz einiger Ausfälle routiniert und akkurat, auch der kurzfristige Ausfall des Hausmeisters bremste uns nicht aus. Durch die räumliche Trennung von Voranmeldung und Nachmeldung (Erfahrungswerte aus dem Vorjahr) konnten Stau, Drängelei und unnötiges Nachfragen vermieden werden. Mit einem extra angereisten Kistenschlepper und seiner Tochter gelang die Getränkeversorgung zu den einzelnen Abgabestellen reibungslos. Zum Start der einzelnen Wettbewerbe erklang die Musik aus Fluch der Karibik mit Gänsehautfeeling. Unsere Verpflegungsstellen: 5 km Wendepunkt Greta und Gisela; Christa und ihre Tochter hinterm Tunnel; Max am 10 km Wendepunkt nahe der Heltenbacher Mühle; Heinrich und Wolfgang Ihren-Ort; Familie Gallo in Weppeler; Familie Hockertz in Urb; Auf Grund einer guten Getränkevorsorge kam es so zu keinen Engpässen. Nicht zu vergessen: die Frauen an der Verpflegungstheke, die Männer an der Getränkeausgabe, das Startnummernteam, unsere PC-Spezialisten, das routinierte Ansagerduo am Zieleinlauf, nicht zuletzt die Siegerehrungsprofis. Besondere Highlights: in Weppeler hatten die Kinder von Conny und Christoph die Namen aller Halbmarathonis mit Kreide auf die Straße geschrieben und im Tunnel, der dem Volkslauf seinen Namen gab, hatte Christa mit ihren Teelichtern eine gespenstisch anmutende Atmosphäre gezaubert: für beide Aktionen gab es viel Lob und Anerkennung. Christoph Gallo wurde beim Halbmarathon seiner Favoritenrolle gerecht und ging mit 1.17,43 Std. drei Sekunden vor seinem ärgsten Verfolger durchs Ziel. Bei den Frauen war Romy Schröder mit 1.32,24 Std. nicht zu bezwingen. Überraschend wurde dem Lauftreff eine besondere Ehrung zuteil, als Wolfram Braun vom Leichtathletikverband Rheinland das Wort ergriff und mit bewegenden Worten unsere Leistung als Lauftreff würdigte. Als äußeres Zeichen übergab er uns eine Urkunde zum Jubiläumslauf und einen Scheck über 250 Euro. Artig haben wir uns bedankt, Urkunde und Scheck mit einem Lächeln entgegengenommen. Höhepunkte sind wie immer die Siegerehrungen, dieses Mal vor vollem Haus. Die Aussicht, einen der Präsentkörbe zu gewinnen, ließ Viele bis zum Schluss ausharren. Als Glücksfee zog Luisa, die Enkelin von Johannes, die Startnummern und machte so 10 der Anwesenden an diesem Nachmittag besonders glücklich.   Und nun zum Schluss, der kommt ja bekanntlich immer am Ende. Wir erfuhren viel Zuspruch und Lob für unsere Arbeit und immer wieder das Bedauern, dass nun Schluss ist mit dem Tunnellauf in Bleialf. Die Gründe sind vielschichtig; die Entscheidung aufzuhören war keine zufällige, sondern hatte sich lange vorher angebahnt. Doch irgendwie geht es immer weiter:der Lauftreff bleibt bestehen: Lauftrefferöffnung, Laufzeichenabnahme, Glühweinwanderung, Kinderlauftraining, die Teilnahme an Volksläufen in der Umgebung: so bleiben die Bleialfer sichtbar. Ein interessanter Vorschlag machte schon beim Rückbau die Runde: einfach am ersten Wochenende im September gemeinsam die Lauf- und Walkingstrecken zwanglos ins Visier nehmen und anschließend picknicken z.B. gemäß einer chinesischen Weisheit: Wer etwas Neues erleben will, muss auf die andere Seite des Flusses.
Nochmal zu uns: ohne den Lauftreff Bleialf hätte es den 25. Bleialfer Tunnellauf nicht gegeben. Wir können stolz sein auf das, was wir geleistet haben, jeder einzelne an seinem Platz. Ein Dank an die Sponsoren, die Frauen und Männer der FFW Bleialf, Winterscheid und Winterspelt. Die Behörden haben versucht uns nicht im Wege zu stehen.....nicht immer ein leichtes Unterfangen. Ein großes Lob an dieser Stelle an die Gemeindeverwaltung in St. Vith....so geht unkompliziert und kostenfrei nebenbei. Jetzt lasst uns nach Vorne schauen, neue Ideen annehmen, vielleicht kommt ja nach einer Weile das Kribbeln zurück.... Bleialf im September 2025;  Euer Johannes